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Reiseforum

World Insight-Anspruch und Wirklichkeit. Eine Nachlese zur Erlebnisreise Costa Rica, Nicaragua und P

Mecki M. 19. Juni 2020, 20:30 Uhr

.Auf uns kannst du dich stets verlassen und wir sind gerne für dich da!Dieser Satz steht auf der Website von World Insight unter den „ Informationen für unsere Reisenden hinsichtlich Corona“.Nachstehend möchte ich  einmal die Realität schildern.Im März 2020 habe ich an der Erlebnisreise „Costa Rica, Nicaragua, Panama“ teilgenommen; geplanter Reisezeitraum war vom 2. bis 23.03.2020.Die Reise war tatsächlich ein Erlebnis, aber anders als ich mir das vorgestellt hatte.Am Tag 15 erhielten wir die Nachricht, dass die Reise abgebrochen wird, wir nach San Jose in ein Hotel gebracht werden und dort auf den Rückflug warten sollen.Dort angekommen wurde als erstes die Reiseleitung abgezogen. Proteste aus der Gruppe gegen diese Maßnahme waren erfolglos, Word Insight nahm die Entscheidung nicht zurück. Einziges Zugeständnis war die Zusage, dass ein Mitarbeiter der örtlichen Agentur „ARA“ sich in der verbleibenden Zeit täglich um die Gruppe kümmern würde (was letztendlich doch nicht der Fall war).Als nächstes teilte uns Frau Dünnwald per Mail am 20.03.20 mit, dass World Insight unsere Übernachtungen in San Jose ab sofort nicht mehr zahlt. Eine Begründung für diese Maßnahme gab es nicht, Proteste bei World Insight direkt und auch bei der örtlichen Agentur ARA blieben erfolglos. Wir hatten die Wahl - zahlen oder in San Jose auf der Straße sitzen!Am gleichen Tag dann die nächste schlechte Nachricht. Frau Dünnwald informierte uns per Mail, dass der Rückflug zwar bestätigt ist, World Insight aber derzeit keine vollständige Kostenübernahme für den Flug zusagen könne. Sie würden aber prüfen, ob anderweitig Erstattungsmöglichkeiten bestehen und uns dann informieren,Abgesehen davon, dass wir zwei Tage länger als geplant vor Ort ausharren (und bezahlen) mussten, erschien uns diese Argumentation bei einer vollständig bezahlten Pauschalreise bereits vor Ort als sehr fragwürdig.Die nächste Mail von Frau Dünnwald erreichte uns am 23. März. Darin wurden wir genötigt, eine Anspruchsverzichtserklärung gegenüber World Insight abzugeben. Erst im vorletzten Satz wurde uns bestätigt, dass wir auch dann mit zurückfliegen dürfen, wenn wir diese Erklärung nicht unterschreiben.In der gesamten Zeit in San Jose waren wir auf uns alleine gestellt. Unterstützung durch die örtliche Agentur fand so gut wie nicht statt. Da der Vertreter von ARA nur sporadisch erschien, habe ich mir irgendwann eine örtliche SIM-Karte zugelegt, damit die Gruppe wenigstens telefonisch die erforderlichen Informationen bekommen konnte. Ein Ersatzprogramm wurde uns nicht angeboten.Am 26.03.20 kamen wir schließlich mit drei Tagen Verspätung wieder in Deutschland an.Frau Dünnwald erinnerte uns am gleichen Tag um 17.56 Uhr per Mail noch einmal daran, schnellstmöglich die Anspruchsverzichtserklärung an World Insight zu schicken…….Mit Schreiben vom 29.03.2020 habe ich die Reisemängel bei World Insight angezeigt,  meine Ansprüche  beziffert und um Erstattung der Kosten für nicht erbrachte Leistungen bis 30.04.2020 gebeten. Außer einer Eingangsbestätigung per Mail am 2.4.20 und einem Formschreiben vom 26.April 2020 (mit der Nachricht, dass die Bearbeitung länger dauert) habe ich keine weitere Nachricht auf dieses Schreiben erhalten; die Zahlungsfrist verstrich ohne Ergebnis.Mit Schreiben vom 1.5.2020 habe ich die Erledigung angemahnt und eine erneute Zahlungsfrist bis 15.Mai gesetzt.Darauf hat World Insight bis heute nicht reagiert!Am 17.06.2020 habe ich dann im Büro in Köln angerufen. Die zuständige Frau Dünnwald war nicht anwesend. Die Mitarbeiterin am Telefon antwortete ausweichend und gab keine verwertbaren Auskünfte. Sie sagte allerdings zu, Frau Dünnwald über meinen Anruf zu informieren und um Kontaktaufnahme mit mir zu bitten. Bisher hat sich aber noch niemand bei mir gemeldet.Die Corona-Pandemie hat uns alle völlig unvorbereitet getroffen, das ist auch mir klar.

Trotzdem ist das Verhalten von World Insight nicht akzeptabel. Für mich ist der Eindruck entstanden, dass sich World Insight seinen Verpflichtungen durch Untätigkeit zu entziehen versucht. Damit bin ich weder zufrieden noch einverstanden und empfinde dieses Geschäftsgebaren als unseriös. Es gilt nach wie vor das europäische Reiserecht für Pauschalreisen, auch für World Insight.Seit dem Ende der Reise sind mittlerweile fast drei Monate vergangen, ohne dass sich auch nur ansatzweise eine Lösung abzeichnet. Ich habe deshalb heute den Geschäftsführer des Unternehmens angeschrieben und ihn gebeten,dafür zu sorgen, dass die Untätigkeit ein Ende hat und der eingangs zitierte Satz von World Insight auch tatsächlich gelebt wird. Eine Reaktion steht bisher aus. Ich warte sehr gespannt darauf was nun passiert.....

Mechthild Metzdorf

 

WORLD INSIGHT 26. Juni 2020, 08:28 Uhr

Liebe Mechthild,

die Corona-Pandemie hat uns alle auf der ganzen Welt ziemlich überrascht – was sich daraus entwickelt hat und was die Folgen für unsere Reisenden waren, damit konnte zu diesem Zeitpunkt keiner rechnen. Natürlich können wir nachvollziehen, dass es sehr ärgerlich ist, wenn eine Reise vorzeitig abgebrochen werden muss. Jedoch darf man, auch jetzt im Nachhinein, nicht vergessen, dass es zu eurer aller Sicherheit war, alle Reisenden schnellstmöglich in ihr Heimatland zurückzubringen. Dafür haben unsere Mitarbeiter fast rund um die Uhr, 7 Tage pro Woche, alles Menschenmögliche getan! Unser Team stand in ständigem Kontakt zu euch, sowohl telefonisch, jederzeit erreichbar, als auch per E-Mail. Nachdem eure Reiseleiterin Anna eure Gruppe nicht weiter betreuen konnte, hat sich unserer langjähriger und verlässlicher Partner ARA Tours in Costa Rica um euch kümmert und euch entgegen deiner Aussage auch regelmäßig kontaktiert.

Bei allem Verständnis für deine Belange bitten wir jedoch andersherum auch Verständnis für uns als Reiseveranstalter, der es trotz dieser extremen Ausnahmesituation geschafft hat, sich um alle Reisenden auf der ganzen Welt bestmöglich zu kümmern und ihre schnellstmögliche Heimreise zu organisieren. In eurem Fall haben wir letztlich sogar eine komplette Condor-Maschine zusammen mit Dertour gechartert, die euch nach Hause gebracht hat und haben das nicht der Botschaft überlassen. Das erachten wir als selbstverständlich – denn wir stehen dazu, dass man sich auf uns als Reiseveranstalter stets verlassen kann!

Dass in Zeiten, in der sich täglich, nahezu stündlich neue Begebenheiten ergeben haben, vielleicht mal eine E-Mail übersehen wurde oder sich manches auch durch ein persönliches Telefonat mit eurer Gruppe bereits erledigt hatte, bitten wir bei der Betrachtung der Situation zu berücksichtigen. Zudem stehen noch diverse Rückzahlungen aus dieser Zeit aus, von Airlines, Versicherungen und Hotels, wie auch aus den Medien bekannt. Sobald dieser, auf Grund des Umfangs leider etwas langwieriger Prozess abgewickelt ist, werden unsere Reisenden selbstverständlich darüber informiert.

Liebe Grüße

dein Team von WORLD INSIGHT

Mecki M. 29. Juni 2020, 20:20 Uhr

Hallo World Insight,

vielen Dank für die vorstehende Antwort. Den fast gleichen Brief hatte ich auch an Herrn Schöttle persönlich geschrieben. Eigentlich hatte ich auch einmal eine Antwort an mich persönlich erwartet; das ist leider immer noch nicht der Fall. Traurig finde ich, dass World Insight erst dann reagiert, nachdwm die unzufriedene Kundin Öffentlichkeit hergestellt hat.

Den Inhalt Ihrer Antwort möchte ich nicht unkommentiert lassen.

1. Unsere Reiseleiterin Anna hätte die Gruppe durchaus weiter betreuen können; World Insight hat das aber nicht zugelassen.2. Es ist richtig, dass World Insight uns nach Hause gebracht hat. Ich möchte allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass uns ab dem dritten Tag die Hotelübernachtung in San Jose ohne Begründung nicht mehr bezahlt wurde. Außerdem hat World Insight auf eine sehr fragwürdige Art und Weise mehrfach versucht, uns dazu zu bringen, pauschal auf alle Ansprüche gegenüber dem Unternehmen zu verzichten. Kein guter Stil.3. World Insight geht in der vorstehenden Antwort überhaupt nicht auf die ungelösten Probleme ein. Unsere Reise wurde abgebrochen; ein Drittel der gebuchten und bezahlten Leistungen sind nicht erbracht worden. Bis heute gibt es keinen Vorschlag und kein Angebot von World Insight, wie eine Rückzahlung an die Kunden aussehen könnte. Wir werden weiter auf unbestimmte Zeit vertröstet, das ist nicht in Ordnung. 4. Vor allem - es geht auch anders. Andere Veranstalter haben ihren Kunden ohne wenn und aber die nicht erbrachten Leistungen erstattet ( z. B. TUI).

Deshalb bin und bleibe ich unzufrieden damit, wie Word Insight die Angelegenheit (nicht) regelt. Schade.

Schwabe76 5. Juli 2020, 17:31 Uhr

Da bin über den weiteren Ausgang gespannt. Bei Pauschalreisen würde ich auch eine Rundum-Absicherung annehmen? Kein Ersatzprogramm okay, ggf. durch lokale Auflagen bedingt.. Reiseleiter abgezogen könnte auch noch mit leben.

bzgl. Verzichtserklärung, sowie Unterkunft selber bezahlen, würde das aber bei ner Pauschal-Reise (mit Sicherungsschein usw.) nicht erwarten. Wobei nicht weiß, inwiefern man das für 3 Tage "mehr Urlaub" dürfte..

Wobei es sicher nicht wenig Mühe war in diesen irren Zeiten eine Maschine nach Hause zu bekommen.

Soll nichts entschuldigen, aber momentan drücken sich echt viele Gesellschaften zB stornierte Flüge zu erstatten. Sprich, irgendwer muss oder könnte immer in Vorleistung gehen und wartet dann aber selber auf sein Geld..